Freiburg: Eigenheime teurer, Mietmarkt Schweiz kühlt ab

Redaktion2 min read20.09.2026, 00:00vor 14 Stunden
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Freiburg: Eigenheime teurer, Mietmarkt Schweiz kühlt ab

Während Eigenheime im Kanton Freiburg weiter teurer werden, kühlt sich der Schweizer Mietmarkt erstmals seit 2021 ab.

Der Bundesrat verschiebt die Abschaffung des Eigenmietwerts auf den 1. Januar 2029, ursprünglich war der Systemwechsel für 2028 geplant. Gleichzeitig zeigt der Immobilienmarkt im Kanton Freiburg eine gegenläufige Entwicklung zum Rest der Schweiz: Eigenheime werden teurer, während sich der landesweite Mietmarkt erstmals seit 2021 abkühlt.

Mit dem Eigenmietwert 2029 entfällt die Besteuerung des Eigenmietwerts auf selbstgenutztem Wohneigentum. Im Gegenzug streicht der Bund den Abzug für Liegenschaftsunterhalt auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. Kantone erhalten die Möglichkeit, zur Kompensation eine Objektsteuer auf Zweitliegenschaften einzuführen.

Freiburg: Eigenheime ziehen weiter an

Im Kanton Freiburg kostete eine Eigentumswohnung im August 2026 laut RealAdvisor durchschnittlich 6'536 CHF/m², ein Haus 6'541 CHF/m². Die Preisspanne bei Häusern reicht von 4'178 bis 10'521 CHF/m², je nach Lage und Gemeinde. Innerhalb von zwölf Monaten bis August 2026 legten Wohnungen um 3,5 Prozent zu, Häuser um 2,6 Prozent.

PwC bestätigt den Trend für das zweite Quartal 2026 mit einem Preisanstieg von 2,2 Prozent bei Wohneigentum im Kanton. Zugleich weist der Bericht für Freiburg eine rollierte Gesamtjahresrendite von -4,7 Prozent aus, ein Hinweis darauf, dass steigende Preise für Eigenheime nicht automatisch mit besseren Renditen einhergehen.

Wie eng der Mietwohnungsmarkt in der Region bereits ist, zeigt Bulle: Die Quote verfügbarer Mietwohnungen fiel von 6,53 Prozent im vierten Quartal 2021 auf 0,33 Prozent im dritten Quartal 2024.

Mietmarkt Schweiz kühlt sich ab

Auf nationaler Ebene meldet der Markt einen Rückgang der Angebotsmieten im Jahresvergleich, erstmals seit 2021. Parallel dazu läuft die politische Debatte um Mietrecht und Wohnschutz weiter: Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) führte dazu eine Vernehmlassung durch, die am 5. Juni 2026 endete. Die OECD empfiehlt zudem eine Reform der Bestandesmieten, wonach laufende und neue Verträge nach denselben Regeln angepasst und stärker an lokalen Durchschnittsmieten ausgerichtet werden sollen.

Was heisst das für Vermieter?

Wer in Freiburg oder anderswo Renovationen plant, sollte den Zeitraum bis zum Eigenmietwert 2029 nutzen: Unterhaltskosten lassen sich im heutigen System noch abziehen, danach nicht mehr in dieser Form. Bei Renditeliegenschaften lohnt sich ein Blick auf die Handänderungssteuer von 1,5 Prozent im Kanton Freiburg plus mögliche Gemeindezuschläge. Sinken die Angebotsmieten landesweit weiter, dürften Mietzinserhöhungen schwieriger durchzusetzen sein, trotz der angespannten Lage in Gemeinden wie Bulle.