Analyse de marché

Schweizer Immobilien Rendite: Die besten Lagen 2025

Wolfgang Staufer3 min read12.07.2026, 00:00vor 2 Wochen
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Schweizer Immobilien Rendite: Die besten Lagen 2025

Wo lohnt sich Immobilien-Investment in der Schweiz wirklich? Eine Renditeanalyse zeigt, welche Regionen Vermieter und Investoren bevorzugen sollten.

Schweizer Immobilien Rendite: Warum der Standort alles entscheidet

Die Schweizer Immobilien Rendite variiert je nach Region erheblich – und genau dieser Unterschied entscheidet über Erfolg oder Misserfolg eines Investments. Wer blind in ein Objekt investiert, ohne die regionalen Marktbedingungen zu kennen, riskiert enttäuschende Erträge. Eine aktuelle Renditeanalyse zeigt, welche Lagen in der Schweiz 2025 besonders attraktiv sind.

Für Vermieter und Investoren ist die regionale Differenzierung daher kein Nice-to-have, sondern eine Grundvoraussetzung für fundierte Entscheidungen.


Hohe Preise, tiefe Renditen – das Paradox der Hotspots

Zürich, Genf und Zug gelten als die begehrtesten Immobilienmärkte der Schweiz. Doch gerade hier ist die Bruttomietrendite oft besonders niedrig – sie liegt in diesen Städten häufig unter 3 Prozent. Der Grund: Die Kaufpreise sind in den letzten Jahren stärker gestiegen als die Mieten.

Investoren, die auf maximale Rendite aus sind, schauen deshalb zunehmend abseits der grossen Zentren. Wer bereit ist, in B- und C-Lagen zu investieren, kann deutlich attraktivere Erträge erzielen.


Wo die Mietrendite in der Schweiz am höchsten ist

Gemäss der Bilanz-Analyse schneiden mehrere Regionen besonders gut ab, wenn es um die Nettomietrendite geht:

  • Kanton Jura: Günstige Einstiegspreise bei stabiler Nachfrage – Renditen über 5 Prozent sind möglich
  • Kanton Solothurn: Solide Infrastruktur, wachsende Bevölkerung, moderate Kaufpreise
  • Kanton Thurgau: Attraktiv für Pendler aus Zürich, steigende Mietnachfrage
  • Kanton Freiburg: Zweisprachige Region mit Hochschulstandort, gutes Mietniveau
  • Kanton Wallis (Unterwallis): Wachstum durch Zuzug und Tourismus, noch moderate Preise

Diese Regionen bieten eine günstigere Preis-Miet-Relation als die grossen Zentren und erlauben damit höhere prozentuale Erträge auf das eingesetzte Kapital.


Brutto- vs. Nettomietrendite: Was wirklich zählt

Viele Investoren orientieren sich an der Bruttomietrendite – also dem Verhältnis der Jahresnettomiete zum Kaufpreis. Doch der entscheidende Wert ist die Nettomietrendite, die laufende Kosten wie Unterhalt, Verwaltung, Leerstand und Steuern berücksichtigt.

Faustregel: Zwischen Brutto- und Nettomietrendite liegt in der Schweiz typischerweise ein Abschlag von 1,5 bis 2 Prozentpunkten. Wer nur auf den Bruttoertrag schaut, unterschätzt die realen Kosten erheblich.


Leerstandsrisiko als unterschätzter Renditefaktor

Ein weiterer entscheidender Aspekt für Vermieter: das Leerstandsrisiko. In Regionen mit strukturellem Bevölkerungsrückgang – etwa in einzelnen Alpentälern oder peripheren Gemeinden – können attraktiv wirkende Kaufpreise durch hohe Leerstände die Rendite rasch ins Negative drücken.

Investoren sollten deshalb neben dem Kaufpreis auch folgende Faktoren prüfen:

  • Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde (letzten 10 Jahre)
  • Leerstandsquote im lokalen Mietmarkt
  • Erreichbarkeit durch öffentlichen Verkehr
  • Geplante Infrastrukturprojekte und Zonenplanungen

Eine Region mit 4,5 Prozent Bruttorendite und niedrigem Leerstand ist deutlich wertvoller als eine mit 5,5 Prozent und strukturellen Problemen.


Kleinere Städte als Investment-Sweet-Spot

Mittelgrosse Schweizer Städte wie Biel, Olten, Frauenfeld oder Sion gelten zunehmend als attraktiver Mittelweg. Sie verbinden günstigere Einstiegspreise mit einer stabilen Mietnachfrage – oft auch durch Zuzug aus den teureren Ballungsräumen.

Gerade für Privatinvestoren mit begrenztem Kapital kann ein gut gelegenes Mehrfamilienhaus in einer solchen Stadt attraktiver sein als eine Wohnung im Zürcher Kreis 6.


Fazit: Rendite folgt der Lage – aber nicht wie man denkt

Die beste Immobilien Rendite Schweiz findet sich nicht zwingend dort, wo die Preise am höchsten sind. Im Gegenteil: Für Vermieter und Investoren lohnt es sich, den Blick über die bekannten Hotspots hinaus zu richten und Regionen mit solider Nachfrage, moderaten Preisen und geringem Leerstand zu bevorzugen.

Wer sorgfältig analysiert – und dabei Nettomietrendite, Leerstandsquote und Bevölkerungsentwicklung zusammen bewertet – findet in der Schweiz auch 2025 noch attraktive Investitionsmöglichkeiten. Die Kunst liegt darin, die richtigen Lagen zu identifizieren, bevor es der Markt tut.


Quelle: Bilanz – Wo lohnen sich Schweizer Immobilien am meisten