BDO übergibt Immobilienbewirtschaftung an Privera

Redaktion2 min read08.09.2026, 00:00vor 3 Wochen
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BDO übergibt Immobilienbewirtschaftung an Privera

BDO gibt sein Bewirtschaftungsgeschäft per Anfang 2027 an Privera ab, betroffen sind rund 250 Mandate und 21 Vollzeitstellen.

Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft BDO überträgt ihr Geschäftsfeld Immobilienbewirtschaftung per 1. Januar 2027 an die Privera AG. Das meldet finews.ch. Betroffen sind rund 250 Kundenmandate sowie 23 Mitarbeitende, was 21 Vollzeitstellen entspricht.

Privera übernimmt damit die bisherigen BDO-Standorte in Bern, Zürich und Wetzikon. Zusätzlich mietet Privera einen Teil der BDO-Büroräumlichkeiten in Solothurn. Das bestehende Personal wird künftig an den Privera-Niederlassungen in Gümligen und Wallisellen arbeiten.

Mit der Übernahme baut Privera ihre Marktposition im Schweizer Bewirtschaftungsgeschäft weiter aus und verfügt damit über 15 Niederlassungen im Land. Für die betroffenen Kundenmandate soll die Bewirtschaftung laut Mitteilung ohne Unterbruch weiterlaufen, die Teams werden in die bestehende Privera-Struktur integriert.

Bei einem solchen Betriebsübergang gehen Arbeitsverhältnisse in der Schweiz grundsätzlich nach Art. 333 OR auf den Erwerber über, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Für Kundinnen und Kunden ändern sich damit primär Ansprechpartner und interne Prozesse, nicht aber der Bestand der Mandate.

Die Transaktion reiht sich in eine anhaltende Konsolidierung im Schweizer Bewirtschaftungsmarkt ein, in dem grössere Anbieter zunehmend kleinere Portfolios oder ganze Geschäftsfelder übernehmen.

Was heisst das für Vermieter?

Wer seine Liegenschaft bislang über BDO verwalten liess, sollte vor dem Stichtag 1. Januar 2027 klären, ob Verwaltungsvertrag, Vollmachten und Zahlungswege unverändert an Privera übergehen. Sinnvoll ist eine schriftliche Bestätigung, welche Stammdaten, Kündigungsfristen und Eskalationswege künftig gelten. So lassen sich Mietzinseinzug, Nebenkostenabrechnung und Unterhaltsprozesse ohne Unterbruch fortführen. Die Konsolidierung zeigt zudem, dass sich private Eigentümer bei der Wahl ihres Verwalters zunehmend auf grössere, überregionale Anbieter einstellen müssen.