Hypothekarzinsen pendeln sich bei rund 2 Prozent ein

Nach dem Anstieg im September haben sich die Schweizer Hypothekarzinsen laut Finanz und Wirtschaft auf erhöhtem Niveau stabilisiert; zehnjährige Festhypotheken kosten im Schnitt rund 2,01 Prozent.
Die Schweizer Hypothekarzinsen haben sich nach dem Anstieg im September auf hohem Niveau eingependelt. Das meldet Finanz und Wirtschaft am 21. Oktober 2026. Zehnjährige Festhypotheken kosteten am 20. Oktober im Durchschnitt rund 2,01 Prozent. Fünfjährige Laufzeiten lagen bei rund 1,82 Prozent, SARON-Hypotheken bei rund 1,08 Prozent.
Gegenüber dem Frühjahr sind langfristige Festhypotheken spürbar teurer: Zehnjährige Laufzeiten liegen rund 0,5 Prozentpunkte über dem Märzniveau. SARON-Hypotheken blieben mit rund 1 Prozent vergleichsweise stabil, weil sie am kurzfristigen Geldmarkt und am SNB-Leitzins hängen.
Richtsätze und Angebote
PostFinance nannte am 20. Oktober für zehn Jahre 1,89 Prozent, für fünf Jahre 1,73 Prozent und für zwei Jahre 1,40 Prozent. Bei Bank Cler lagen die Richtsätze bei 2,18 Prozent (zehn Jahre, laut Anbieter-Richtzins), 1,77 Prozent (fünf Jahre) und 1,52 Prozent (zwei Jahre). Die Zinskurve verläuft damit aufwärts.
Bei ausgehandelten Angeboten war die Bandbreite im dritten Quartal gross: Für zehnjährige Festhypotheken wurden Sätze zwischen 1,46 und 2,44 Prozent beobachtet. Der Median stieg um 14 Basispunkte auf 1,84 Prozent.
Eine Bankprognose rechnet beim SARON mit 0 Prozent per Ende 2026, 0,25 Prozent per Mitte 2027 und 0,50 Prozent per Ende 2027. Das ist eine Schätzung, keine Zusage.
Was heisst das für Vermieter?
Die publizierten Richtsätze beziehen sich meist auf selbstbewohntes Wohneigentum. Renditeobjekte werden individueller und oft mit höheren Margen finanziert. Als grobe Planungsgrösse taugen für langfristige Festhypotheken derzeit rund 2 Prozent, für SARON-Finanzierungen rund 1 Prozent, jeweils zuzüglich Aufschlag.
Bei einer Hypothek von CHF 1 Mio. macht ein Zins von 2,0 Prozent CHF 20’000 pro Jahr aus, bei 1,5 Prozent sind es CHF 15’000. Jede Erhöhung des SARON um 0,25 Prozentpunkte kostet bei dieser Summe CHF 2’500 mehr. Wer gestaffelte Laufzeiten hält und mehrere Angebote einholt, begrenzt das Risiko. Höhere Zinskosten rechtfertigen allein keine Mietzinserhöhung; massgeblich sind der vom Bundesamt für Wohnungswesen vierteljährlich publizierte Referenzzinssatz und das kantonal genehmigte Formular. Die Mieterschaft kann eine Erhöhung innert 30 Tagen anfechten.
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