Investis platziert 100-Mio.-Anleihe bis Februar 2029

Redaktion3 min read30.08.2026, 00:00vor 3 Wochen
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Investis platziert 100-Mio.-Anleihe bis Februar 2029

Investis refinanziert eine fällige Anleihe mit einer neuen 100-Millionen-Franken-Anleihe zu 0,95 Prozent Kupon und zeigt damit günstige Kapitalmarktbedingungen für Schweizer Immobilienfirmen.

Die Immobiliengesellschaft Investis hat am 28. August 2026 eine neue Anleihe über 100 Millionen Franken platziert. Das Papier ist senior und unbesichert, trägt einen Kupon von 0,95% und läuft bis zum 19. Februar 2029 – eine Laufzeit von 2,38 Jahren. Für private Vermieter und Immobilien-Investoren in der Schweiz liefert die Transaktion einen aktuellen Massstab dafür, zu welchen Konditionen sich bonitätsstarke Immobilienfirmen derzeit am Kapitalmarkt finanzieren.

Investis nimmt Anleihe zur Refinanzierung auf

Eckdaten der Transaktion

Die neue Anleihe wurde zu einem Emissionspreis von 100,078% ausgegeben, was einer Rendite bis Endfälligkeit von 0,917% entspricht. Als Lead Manager fungierten die Zürcher Kantonalbank und die UBS. Investis verfügt über ein Emittentenrating von BBB/Baa+, vergeben von ZKB und fedafin.

Die Liberierung, also die Zahlung und Ausgabe der Anleihe, ist für den 2. Oktober 2026 vorgesehen. Die Kotierung an der SIX Swiss Exchange soll ab dem 1. Oktober 2026 erfolgen.

Zweck: Ablösung der fälligen Alt-Anleihe

Der Erlös dient der Refinanzierung einer bestehenden Investis-Anleihe, die am 16. Oktober 2026 fällig wird. Es handelt sich damit um eine klassische Anschlussfinanzierung und nicht um zusätzliches Kapital für neue Käufe oder Projekte. Die wichtigsten Termine im Überblick:

  • 28.08.2026: Platzierung der neuen Anleihe
  • 01.10.2026: geplante Kotierung an der SIX
  • 02.10.2026: Liberierung/Zahlung
  • 16.10.2026: Fälligkeit der alten Anleihe
  • 19.02.2029: Endfälligkeit der neuen Anleihe

Bedeutung für private Vermieter und Investoren

Tiefer Kupon als Marktsignal

Der Kupon von 0,95% zeigt, dass sich bonitätsstarke Schweizer Immobiliengesellschaften weiterhin zu vergleichsweise günstigen Konditionen am Kapitalmarkt refinanzieren können. Für private Vermieter, die selbst über Hypotheken oder andere Fremdfinanzierungen nachdenken, ist dies ein indirekter Hinweis auf das aktuelle Zinsumfeld – auch wenn Firmenanleihen und private Hypothekarzinsen nicht direkt vergleichbar sind.

Die Transaktion betrifft in erster Linie die Bilanzstruktur von Investis selbst. Auf Mietpreise oder laufende Mieterträge im Portfolio hat sie keinen direkten Einfluss.

Stabilitätssignal für den Immobilienmarkt

Durch die Verlängerung der Laufzeit bis Anfang 2029 reduziert Investis das kurzfristige Refinanzierungsrisiko im eigenen Bestand. Für Marktbeobachter und Investoren, die Investis als Referenzgrösse im Schweizer Immobiliensektor verfolgen, liefert dies ein Signal finanzieller Stabilität.

Wer als privater Vermieter oder Investor die Entwicklung grösserer Immobiliengesellschaften als Massstab für die eigene Finanzierungsstrategie nutzt, kann aus der Platzierung ablesen, dass der Kapitalmarktzugang für Immobilienfirmen mit solider Bonität aktuell intakt ist.

Was heißt das für Vermieter?

Für den einzelnen privaten Vermieter in der Schweiz hat die Investis-Anleihe keine unmittelbare praktische Konsequenz auf Mietverträge, Nebenkosten oder den Referenzzinssatz. Relevant ist sie vor allem als Indikator: Institutionelle Immobilienfirmen mit gutem Rating erhalten weiterhin Zugang zu günstigem Fremdkapital, was auf ein insgesamt stabiles Finanzierungsumfeld hindeutet.

Wer selbst eine Anschlussfinanzierung plant oder über den Kauf einer Renditeliegenschaft nachdenkt, kann die Konditionen dieser Anleihe als groben Referenzpunkt für die aktuelle Risikoeinschätzung des Marktes gegenüber Schweizer Immobilienunternehmen heranziehen. Konkrete Handlungsempfehlungen für die eigene Hypothek lassen sich daraus jedoch nicht direkt ableiten, da Firmenanleihen anderen Bewertungsmechanismen unterliegen als private Hypothekarkredite.