Pensionskassen wollen Immobilienquote weiter erhöhen

Schweizer Pensionskassen planen laut aktuellen Auswertungen, ihren Immobilienanteil weiter auszubauen – vor allem bei Schweizer Wohnliegenschaften.
Schweizer Pensionskassen wollen ihren Anteil an Immobilienanlagen weiter erhöhen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung von HSLU und UBS hervor, über die das Fachmedium „portfolio institutionell“ berichtet: 31% der befragten Kassen nennen „Immobilien Schweiz“ als bevorzugten Ausbaubereich, 28% wollen zusätzlich in Infrastrukturanlagen investieren.
Besonders deutlich fällt der Trend bei Wohnimmobilien aus. Nach einer HSLU-basierten Erhebung planen 47% der befragten Pensionskassen, ihren Bestand an Wohnliegenschaften in den kommenden drei Jahren auszubauen. Nur 3% wollen ihn reduzieren.
Der durchschnittliche Immobilienanteil am Gesamtvermögen der Pensionskassen liegt aktuell bei rund 24,3%. Damit bleibt noch Spielraum bis zur regulatorischen Obergrenze von 30% der Gesamtanlagen, wie sie die BVV 2 für Immobilienanlagen vorschreibt.
Fokus auf Schweizer Objekte
Auslandimmobilien spielen für Pensionskassen weiterhin eine untergeordnete Rolle. Laut einer älteren, aber weiterhin zitierten HSLU/EY-Zahl liegt der Anteil ausländischer Immobilien an den gesamten Immobilienanlagen bei nur rund 10%.
Die Präferenz gilt klar direkten Schweizer Liegenschaften, insbesondere Wohnobjekten mit stabilen Erträgen. Volatilere oder stärker risikobehaftete Immobiliensegmente gelten den Umfragen zufolge als weniger attraktiv.
Der Trend bestätigt sich nach einem insgesamt guten Anlagejahr, in dem sich die Kennzahlen vieler Pensionskassen verbessert haben. Die Nachfrage nach Schweizer Wohnimmobilien als Anlageklasse bleibt entsprechend hoch.
Was heisst das für Vermieter?
Für private Vermieter und Verkäufer bedeutet die anhaltend hohe Nachfrage institutioneller Investoren zunächst mehr Konkurrenz um gut vermietete, sanierungsarme Objekte in guten Lagen. Wer eine Liegenschaft verkaufen will, profitiert tendenziell von stabilen Preisen für Core- und Core+-Objekte, während stark sanierungsbedürftige Immobilien bei Pensionskassen weniger gefragt sind. Für Bestandsvermieter steigt der Wettbewerbsdruck um normkonforme, ertragsstarke Wohnliegenschaften weiter.
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