Schaffhausen: Implenia baut Spitalneubau für 164,8 Mio. CHF

Redaktion2 min read31.10.2026, 00:00vor 20 Stunden
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Schaffhausen: Implenia baut Spitalneubau für 164,8 Mio. CHF

Die Spitäler Schaffhausen haben Implenia den Totalunternehmerauftrag für den Spitalneubau erteilt, Werkpreis 164,8 Millionen Franken, Baustart ist für Sommer 2027 geplant.

Die Spitäler Schaffhausen haben den Totalunternehmerauftrag für ihren geplanten Neubau an die Implenia Schweiz AG vergeben. Der offerierte Werkpreis beträgt 164,8 Millionen Franken ohne Mehrwertsteuer. Der Baustart ist für Sommer 2027 vorgesehen.

Im Vergabeverfahren waren nach der Präqualifikation vier Bewerber zugelassen, zwei davon reichten eine Offerte ein. Beide Angebote erfüllten die qualitativen Anforderungen. Implenia erzielte die beste Gesamtbewertung, den Ausschlag gab unter anderem der tiefere Preis.

Der Zuschlag ist noch nicht rechtskräftig: Er hängt vom Ablauf der Rechtsmittelfrist und von allfälligen Beschwerden ab. Erst danach geht die Projektvorbereitung weiter.

Was im Neubau entsteht

Vorgesehen sind Operationssäle, eine Intensivstation, eine Notfallstation, ein zentrales Ambulatorium, eine Geburtsabteilung und Bettenstationen. Die Patientenzimmer sollen sich als Einzel- oder Doppelzimmer nutzen lassen.

In Branchenmeldungen wird der Auftragswert teils mit rund 165 Millionen Franken angegeben. Das ist eine Rundung des Betrags von 164,8 Millionen, keine Kostensteigerung.

Rechtlicher Rahmen

Nach dem Schaffhauser Spitalgesetz (Stand 1. Januar 2026) stellt der Kanton den Spitälern die betriebsnotwendigen Liegenschaften im Mietverhältnis oder im Baurecht zur Verfügung. Bei kantonalen Mietliegenschaften liegen Gebäudeerneuerung und Rohbauinstandsetzung grundsätzlich beim Kanton. Die Beziehungen der Spitäler zu privaten Dritten richten sich nach Privatrecht.

Was heisst das für Vermieter?

Mittel- bis langfristig kann der Neubau die Nachfrage nach Wohnraum für Pflegefachkräfte, Ärztinnen, Lernende und temporär Beschäftigte in Schaffhausen stützen. Kleinere und möblierte Wohnungen mit kurzer ÖV- oder Velo-Distanz zum Spital dürften davon am ehesten profitieren. Ein belegter Mietpreisschub folgt daraus nicht.

Ab Sommer 2027 ist in unmittelbarer Nähe der Baustelle mit Lärm und Baustellenverkehr zu rechnen, was die Wohnqualität vorübergehend mindern kann. Renditen und Leerstandsannahmen sollten Investoren unabhängig vom Spitalprojekt rechnen. Das Mietrecht nach OR bleibt von der Vergabe unberührt.

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