Stadt Zug erneuert Immobilienstrategie von 2012

Die Stadt Zug will ihre veraltete Immobilienstrategie von 2012 ersetzen und klarere Kriterien für künftige Käufe schaffen, wie das aktuelle Projekt Unterer Frauenstein zeigt.
Die Stadt Zug arbeitet an einer neuen Immobilienstrategie. Das bisherige Papier stammt vom 10. April 2012 und gilt laut Stadtrat als veraltet, wie die Zuger Medien berichten. Der Stadtrat zeigt sich dabei selbstkritisch und will klarere Kriterien für künftige Käufe festlegen.
Hintergrund ist das laufende Geschäft Unterer Frauenstein. Die Stadt will dort 5’514 m² Land mit 70 Metern Seeanstoss für 44 Mio. Franken erwerben. Die Liegenschaft wurde im Frühjahr 2025 öffentlich ausgeschrieben. Zur Absicherung des Erwerbs liegt ein Kaufrechtsvertrag vor.
Zeitplan und Verfahren
Der parlamentarische Entscheid war laut Stadt für den 24. Februar 2026 vorgesehen. Der Kauf soll zudem dem Behördenreferendum unterstellt werden. Wie bei jedem Grundstückkauf in Zug braucht es eine öffentliche Beurkundung. Danach geht der Vertrag zur Eintragung an das Amt für Grundbuch und Geoinformation.
Das alte Papier
Die Strategie von 2012 sieht keine Expansion beim Finanzvermögen vor. Käufe sollten nur bei konkreter Notwendigkeit erfolgen. Das städtische Portfolio umfasst heute 226 Liegenschaften. Weil Kaufentscheide bisher stark auf dem alten Papier beruhen, will der Stadtrat es erneuern.
Was heisst das für Vermieter?
Tritt die Stadt mit einer neuen Strategie gezielter als Käuferin auf, kann das den Verkauf von Renditeobjekten, Bauland und entwicklungsfähigen Liegenschaften in bestimmten Lagen beeinflussen. Beim Unteren Frauenstein zeigt sich, welche Preise die öffentliche Hand zu zahlen bereit ist: 44 Mio. Franken für 5’514 m².
Eigentümer in strategisch interessanten Lagen sollten Verkaufsoptionen und Behördenprozesse früh einplanen. Bei einem Verkauf kann in Zug zudem Grundstückgewinnsteuer anfallen.
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