Zürich: Tiefster Leerstand der Schweiz, UBS warnt vor Blase

Redaktion2 min read23.09.2026, 00:00vor 8 Stunden
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Zürich: Tiefster Leerstand der Schweiz, UBS warnt vor Blase

In Zürich sind so wenige Wohnungen frei wie nirgendwo sonst in der Schweiz, und die UBS sieht deshalb ein hohes Risiko für eine Immobilienblase.

Blick berichtet, warum Zürich laut UBS aktuell das höchste Blasenrisiko unter den globalen Immobilienmärkten aufweist. Als Grund nennt die Zeitung die anhaltend hohe Nachfrage von Tech- und KI-Fachkräften, die auf ein extrem knappes Wohnungsangebot trifft. Von einer Immobilienblase in Zürich spricht die UBS, weil sich die Preise zunehmend von den wirtschaftlichen Grunddaten lösen.

Die Zahlen stützen die Diagnose der Knappheit und liefern den tiefsten Leerstand der Schweiz. Im Kanton Zürich standen per 1. Juni 2026 genau 4'189 Wohnungen leer, die Leerwohnungsziffer liegt bei 0,52 Prozent. Vor Jahresfrist waren es noch 0,48 Prozent. In der Stadt Zürich selbst war die Lage 2025 noch enger: 235 leerstehende Wohnungen entsprachen einer Quote von nur 0,1 Prozent.

Zum Vergleich: Die Schweiz insgesamt kam 2025 laut Bundesamt für Wohnungswesen auf eine Leerwohnungsziffer von 1,08 Prozent. Zürich liegt damit weit unter dem nationalen Durchschnitt und bleibt der Ort mit dem tiefsten Leerstand im Land.

Mieten steigen weiter

Die Zürcher Kantonalbank rechnet für 2026 mit einem Anstieg der Angebotsmieten im Kanton Zürich um 2,5 Prozent, schweizweit erwartet sie ein Plus von 2,0 Prozent. Trotz der Warnungen vor einer Immobilienblase in Zürich deutet nichts auf ein baldiges Überangebot hin, das die Preise drücken würde.

Beim hypothekarischen Referenzzinssatz gibt es unterdessen keine Bewegung. Er verharrt seit dem 2. September 2025 bei 1,25 Prozent und blieb auch bei der Überprüfung am 2. September 2026 unverändert. Wer sich aktuell für eine Festhypothek entscheidet, zahlte im Mai 2026 laut PwC rund 1,59 Prozent für fünf Jahre Laufzeit und 1,84 Prozent für zehn Jahre. SARON-Hypotheken lagen bei 0,74 Prozent.

Eine Immobilienblase beschreibt laut UBS eine Situation, in der Preise sich von den Fundamentaldaten wie Einkommen und Mieten lösen. Ob und wann eine solche Blase in Zürich tatsächlich platzt, lässt die Bank offen. Die Diagnose stützt sich vor allem auf das Missverhältnis zwischen Nachfrage und verfügbarem Wohnraum.

Was heisst das für Vermieter?

Solange der Leerstand in Zürich bei 0,52 Prozent verharrt, bleibt die Vermietungslage für Eigentümer komfortabel. Ein Preisrückgang durch Überangebot zeichnet sich nach den aktuellen Zahlen nicht ab. Mieterhöhungen lassen sich derzeit aber nicht mit dem Referenzzinssatz begründen, da dieser bei 1,25 Prozent stabil bleibt – zulässige Gründe bleiben Teuerung, wertvermehrende Investitionen oder allgemeine Kostensteigerungen. Wer eine Anpassung plant, muss sie mindestens zehn Tage vor Beginn der Kündigungsfrist auf dem amtlichen Formular mitteilen.